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Silberschatz und Ideenreichtum

89 Objekte und Objektgruppen, von der silbernen Schenkkanne „Katzenelnbogischer Willkomm“ bis hin zum silbergefassten Elfenbeinhumpen mit den Allegorien der vier Jahreszeiten, umfasst der zwischen 1998 und 2001 erstmals in seinem noch vorhandenen Gesamtbestand erfasste Schatz an Goldschmiedearbeiten des 15. bis 18. Jahrhunderts der Museumslandschaft Hessen Kassel – Grundlage der von Mai bis September 2010 in Museum Schloss Wilhelmshöhe gezeigten und überaus erfolgreichen Sonderausstellung „Pokalspiel – Der Silberschatz der Landgrafen“.

Pokalspiel – Der Silberschatz der Landgrafen
70 der schönsten Stücke aus dem Zeitraum 1450 bis 1700 wurden dafür ausgewählt, zumeist Arbeiten aus Augsburger und Nürnberger Goldschmiedewerkstätten. Um es nicht bei einer rein thematischen Objekt-Ausstellung zu belassen, wurde die Präsentation mit Erlebnischarakter inszeniert: Der Gang durch ein „virtuelles Schloss“ führte den Besucher zunächst zum hessischen Hausschatz, alsdann in den am Original orientierten Depotraum „Silber-Cammer“, gefolgt vom nachgestellten Festgelage, bei dem die Pretiosen einst zum Einsatz kamen, und zum Abschluss konnte unter Anleitung eines Goldschmiedes sogar ein eigener kleiner Pokal angefertigt werden.

Dem künstlerischen Genius auf der Spur
Andere Wege beschreitet die aktuelle, bis Januar 2011 dort gezeigte Sonderausstellung „Dem künstlerischen Genius auf der Spur“, die sich dem reichen Bestand an italienischen Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel widmet – zu großen Teilen ein Vermächtnis des ehemaligen Kasseler Museumsdirektors und Sammlers Prof. Erich Herzog (1919-2000), das nun erstmals öffentlich vorgestellt wird. Von der am Anfang stehenden Ideenskizze, ihren Varianten, Detailstudien und Kompositionsansätzen bis hin zum Ausführungsentwurf zeichnet diese Ausstellung den Schaffensprozess nach, an dessen Ende zumeist die Umsetzung in ein anderes Medium stand, in Malerei, Bildhauerei oder Architektur. Und spannend wird es auch, denn der Besucher erhält zudem einen Einblick in die häufig kriminalistisch anmutende Methodik der kunsthistorischen Handzeichnungsforschung.

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