Lokales

Mit neuem Leitbild in die Zukunft

Golfclub Kassel-Wilhelmshöhe auf der Suche nach seinen Werten und Zielen

„Als meine vordringlichste Aufgabe sehe ich es an, das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl in unserem Verein zu stärken. Auf dem Weg sind wir in den vergangenen Monaten ein ganzes Stück vorangekommen“, erklärt Matthias Krieger. Der Präsident des Golfclubs Kassel-Wilhelmshöhe spielt damit auf eine Situation an, die es in der vor 52 Jahren gegründeten Sportanlage noch nicht gegeben hatte. In einem über zwei Mitgliederversammlungen laufenden Wahlgang war der gebürtige Eichsfelder samt seinem Team im Frühjahr nach einem langwierigen Diskussionsprozess als Nachfolger von Lorenz Köstner zum neuen Repräsentanten an die Spitze des Klubs gewählt worden. Der Prozess hatte manche Auseinandersetzung mit sich gebracht. Verschiedene Auffassungen prallten aufeinander und wurden schließlich bei der Wahl mit Mehrheit entschieden. Nun gilt es, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen. „Bei unserer nächsten Mitgliederversammlung im März wird niemand mehr von den damaligen Ereignissen sprechen“, prognostiziert der Präsident.

Ein Streitpunkt hatte sich an den drei Trainern entzündet, deren Kompetenz mitunter bezweifelt wurde. An dem Punkt setzten die Verantwortlichen an. Sie ließen die Pros, wie die Golfer ihre Übungsleiter nennen, als offizielle Golfschule der Professional Golfers Association of Germany, PGA, zertifizieren. Damit reiht sich das Trio Paul Smith, Mike McLean und Andrew Winstanley nun in die 70 besten Einrichtungen dieser Art ein, die es in Deutschland gibt.

Die drei Trainer haben einen großen Anteil an dem größten sportlichen Triumph, den der Klub bis dato erreicht hat. Das heute von Rolf Ruge und Wolfgang Tietz geführte Team holte 2009 sensationell die Hessenmeisterschaft an den Herkules und ließ die favorisierten Vertretungen aus Frankfurt und Neuhof hinter sich. Auch im individuellen Einsatz fahren die Wilhelmshöher Siege ein. So spielte sich die 16-jährige Klubmeisterin Gianti Mahardhika in Hessen unter die Besten und sorgt bereits bundesweit für Furore. Ass Jan Koschella wurde mit der Hessenauswahl deutscher Meister. Ein neues Leitbild wird derzeit entwickelt. Zu beobachten ist, dass sich die Gespräche darüber durch sämtliche Gruppierungen des Vereins ziehen. „Welches sind unsere gemeinsamen Werte? Was sind unsere langfristigen Ziele? Und wie wollen wir sie erreichen? So lauten zentrale Fragestellungen“, macht der Präsident deutlich. Unter diesem Dach sollen sich sämtliche Mitglieder wiederfinden und wohlfühlen können. Von den sportlichen über die gesellschaftlichen Aspekte bis hin zum menschlichen Miteinander soll sich der Faden ziehen.

Momentan gehören dem Verein mehr als 900 Golferinnen und Golfer an. Das Niveau will der Klub halten. Unter den neuen Mitgliedern sollen insbesondere jüngere Familien sein, um auf Dauer den Altersdurchschnitt von über 50 Jahren zu senken. Weiterhin soll jedes Mitglied, das auf dem Platz spielen möchte, spontan und ohne vorherige Anmeldung auf die erste Bahn gehen können. Auf so genannte Startzeiten, die zuvor im Klubhaus zu erfragen sind, will die Anlage weiterhin verzichten.

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