Lokales

Mehr als kleine Nachtmusiken

Die Christuskirche in Bad Wilhelmshöhe bietet ein engagiertes kulturelles Angebot

Den Reiz des Außergewöhnlichen hatte es ja durchaus, als Nina Hagen im Mai nach Kassel kam, um in der Christuskirche ihre Autobiographie „Bekenntnisse“ vorzustellen. Manchmal wird die Christuskirche vermietet und dient Gospelchören oder Künstlern wie Nina Hagen als Podium. Aber auch sonst kann sich das kulturelle Leben in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Wilhelmshöhe hören und sehen lassen. Denn nicht nur dann, wenn sich Berühmtheiten die Ehre geben, findet hier Kultur statt.

Gospelchöre ebenso wie Nina Hagen zu Gast
Das heißt vor allem: Es gibt ein engagiertes Chorwesen, das die seltene Möglichkeit zu einer lückenlosen Musikbiographie bereithält – vom Kinderchor, über das Ensemble Canzonetta und den Jugendchor bis zur Kantorei oder dem Kammerchor Vox humana. Einstudiert und geleitet von Kantorenehepaar Uta-Verena Kröhn-Herrmann und Kirchenmusikdirektor Stephan Herrmann, erklingen große Oratorien, Passionsmusiken, kostbare A-cappella-Stücke, aber auch thematisch anspruchsvolle Musicals.

Ungewöhnliche Programme und Ideen
Einen Brückenschlag zwischen der geistlichen und weltlichen Sphäre bildet die Konzertreihe „Ein paar kleine Nachtmusiken“. Als einen versierten Rezitator hat man da schon öfters Ralf Gebauer erlebt, den geschäftsführenden Pfarrer der Kirchengemeinde. Als neulich ein Schmankerlprogramm mit Filmmusik an der Orgel zu hören war, ertönte als Hommage an Sherlock Holmes ein Soundtrack zu einem imaginären Film – mit Pfarrer Gebauer als munter-feinsinnigem Erzähler.
Seit 2004 befindet sich im Altarraum das Kunstwerk „Dekalog und Kreuz“ der Mannheimer Bildhauerin Dagmar Weissinger. In einem Strich- und Punktecode sind dabei die Zehn Gebote auf uralte Schiefertafeln geschrieben. Eine sich auf das Kunstwerk beziehende Komposition des Frankfurter Komponisten Prof. Gerhard Müller-Hornbach, der dafür den Auftrag von der Kirchengemeinde erhalten hatte, wurde gerade im Rahmen der Kasseler Musiktage in der Christuskirche uraufgeführt.

Kirche mit Kaiserloge und Kunstwerk
Und es gibt in der 1903 eingeweihten Kirche eine Kaiserloge. Anders als seine Gemahlin Kaiserin Auguste Viktoria hat Wilhelm II. das Gebäude freilich nie besucht. Aber wie gesagt: Man muss kein Promi sein, um hier sein Podium zu finden.
Informationen unter: www.christuskirche-kassel.de

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