Grußworte

Machbarkeits-Studien aus Bad Wilhelmshöhe

„Einfach machen“ sei ihre Devise, sagte kürzlich eine in Kassel sehr erfolgreiche Frau zu mir. Ich kann dem nur zustimmen. Aus meiner Sicht ist es etwa zu sehr in Mode gekommen, die Dinge einfach geschehen zu lassen. Ohne einzugreifen, oder eine Richtung vorgeben zu können. Das entspricht ganz und gar nicht meinem Naturell. Ich mache gern mit und ich gestalte gern. Diese Haltung birgt natürlich Risiken.

Denn wer etwas macht, der macht auch manchmal etwas falsch. Ich finde, dieses Risiko ist zu ertragen. Erträgt man es nämlich, dann trägt das Machen Früchte. So wie bei der Interessengemeinschaft Bad Wilhelmshöhe, in der ich aktiv bin. Die Interessengemeinschaft, das ist ein Zusammenschluss von rund 100 Einzelhändlern und Dienstleistern aus Bad Wilhelmshöhe. Das Ziel der IGW ist es, den Stadtteil voranzubringen, zu beleben, noch attraktiver zu machen. Das nützt den Mitgliedern, aber auch den Besuchern. Vor drei Jahren haben wir vom Vorstand der Interessengemeinschaft das Wilhelmshöher Lichterfest „Wilhelmshöhe verzaubert“ entwickelt. Ich erinnere mich noch an die Skepsis, die uns vielerorts entgegenschlug. Irgendwie haben wir durchgehalten und wurden vom Erfolg, sprich von den vielen Menschen, die kamen, fast überrollt. Wir hatten zur Eröffnung zehn Gläser Sekt bestellt, 100 wären gut gewesen. Hinterher waren alle begeistert von unserer Idee. Wäre der erste Abend schief gegangen, hätten wir wahrscheinlich ein großes Problem gehabt.

Doch diesmal hatte sich das Risiko gelohnt. Manchmal Motor sein, anschieben, Ideen entwickeln – das ist eine tolle Sache. Auch der „WILHELM“ war vor Jahren so eine Idee. Mittlerweile hat er sich etabliert und ist zum festen Bestandteil unserer Arbeit für Bad Wilhelmshöhe geworden. Wir arbeiten daran, unsere Ideen und Produkte ständig zu überdenken und zu verbessern. Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Viel ehrenamtliches Engagement und Teamgeist ist erforderlich, um größere Aktionen für Bad Wilhelmshöhe und Kassel auf den Weg zu bringen. Bürgerschaftliches Engagement ist gefragt. Ein strapaziertes Schlagwort. Doch bürgerschaftliches Engagement ist ein ganz wichtiger Punkt. Es beschreibt die Kultur des Hinsehens und Mithelfens. Völlig egal, ob man ein Fest möchte und selbst organisiert.

Oder einer Seniorin mit Rollator die Zeit lässt, langsam und in ihrem eigenen Tempo die Straße zu überqueren. Wir müssen unser Leben selbst in die Hand nehmen. Die Politik bietet nur Instrumente, wir müssen sie bedienen können. Wir hoffen auf den Titel „Weltkulturerbe“ für die wunderbaren Kulturgüter im Bergpark Bad Wilhelmshöhe. Wenn wir den Titel bekommen – und davon gehe ich aus– dann sollten wir ihn mit Leben füllen. (Übrigens: Das Gleiche gilt, wenn wir den Titel nicht bekommen sollten. Wir leben in einer wunderbaren Region mit vielen Schätzen, nutzen und lebendig erhalten müssen wir, die Bürger, sie.) Wir sind ein Teil dieses Stadtteils, dieser Stadt. Wir können sie lebendig und lebenswert gestalten. Manchmal, indem wir „einfach machen“ und Mut haben…

In diesem Sinne viel Freude mit dem „WILHELM“
und in Bad Wilhelmshöhe
Wünscht Ihnen

Petra Nagel
Chefredakteurin
„WILHELM“

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"Touristen haben in Bad Wilhelmshöhe Platz zum Bummeln und Flanieren. Bad Wilhelmshöhe ist Kunst- und Kulturstandort, Stadtgeschichte ist in vielen Ecken lebendig und sichtbar, die medizinische Versorgung ist hervorragend."
Ihr Siegfried Putz,
Vorsitzender der IGW

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